meint OMA Inge, OgR Gießen

50 Jahre §218 im Strafgesetzbuch und fast 90 Jahre §219a, das reicht!

OMASGEGENRECHTS in Deutschland solidarisieren sich mit dem Aufruf des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung.

In 40 Städten rufen am 15. Mai 2021 alte und junge Feminist*innen zu bundesweiten Protesten auf. Wir fordern die ersatzlose Streichung aus dem Strafgesetzbuch!

www.wegmit218.de

Anna Ohnweiler , Initiatorin von OMASGEGEBRECHTS in Deutschland

Mein Statement zu den Paragraphen 218 und 219a

Ich werde mich hier weder FÜR noch GEGEN Abtreibung aussprechen, da es in meinen Augen eine persönliche Entscheidung jeder einzelnen Betroffenen ist.
Wogegen ich aber bin, ist die Existenz der Paragraphen 218 und 219a im Strafgesetzbuch.

Der Paragraph 218 ist aus meiner Sicht der größte Eingriff in die Grundrechte der Frau und eine Bevormundung und eine Verletzung der Würde dieser.

Nach 150 Jahren gehört dieses Relikt einer patriarchalischen Zeit restlos abgeschafft.
Ohne den Paragraphen 218 erübrigt sich auch der Paragraph 219a
.

Die Beratung einer Frau in einer Zwangslage oder einem Gewissenskonflickt sollte ein Angebot und kein Muss sein. Auch sollte nicht vorgeschrieben werden, wer die Beratung durchführen darf.

Es reicht noch nicht, dass es diese Paragraphen gibt, nein, die Frau, welche sich zur Abtreibung entschieden hat, aus gesundheitlichen Gründen abtreiben muss oder eine Fehlgeburt hatte, kann in vielen Krankenhäusern nicht die schonende Methode der Absaugung wählen, nein, sie wird durch Ausschabung einer weiteren Tortur unterzogen.
Ist das nicht etwa als Abschreckung gedacht?

Wir Frauen sind mehr als die Hälfte unserer Gesellschaft, doch es gibt immer noch Gesetze, welche in einer Zeit gemacht wurden, als Frauen nichts zu entscheiden hatten.

Ich bin Mutter von zwei Kindern und Großmutter von drei Enkeln, für welche ich dankbar bin und welche ich sehr liebe.
Ich befürworte das Leben. Doch ich bin dagegen, dass ein Gesetz bestimmen soll, wie eine Frau ihr Leben plant oder welche Entscheidungen sie über ihren eigenen Körper treffen darf.