ASt, Omas gegen rechts, Ffm:
Menschenrechte sind unverhandelbar!

Im Hotel Santa Isabel im Europa-Park in Rust fand Mitte Juni die Innenministerkonferenz der Bundesländer statt. Aus diesem Anlass hatte die „Seebrücke Freiburg“ zu einer Demonstration am letzten Konferenztag, dem 18. Juni 21 aufgerufen. Ihrem Aufruf angeschlossen hatten sich noch weitere Initiativen wie: „Jugendliche ohne Grenzen“, „Omas gegen rechts“, „Syria not safe“, DIE LINKE und die Freiburger Gruppe von „Fridays for Future“.

Am Freitag versammelten sich dann auch etwa 200 bis 300 Demonstranten am Treffpunkt nahe dem Bahnhof Ringsheim. Darunter auch die „Omas gegen rechts“ aus Frankfurt und Mannheim. Gegen 12.30 Uhr setzte sich dort der Protestzug bei sommerlichen Temperaturen von über 30°C in Bewegung und erreichte nach einem Fußmarsch von etwa 5 km um 14 Uhr den Platz gegenüber dem Hotel Santa Isabel. Die Stimmung war gut. Die Demonstranten riefen und sangen z.B.: „Seenotrettung ist kein Verbrechen“, „Bleiberecht überall, kein Mensch ist illegal“ oder „Seebrücke statt Seehofer“ und „Hurra, hurra, die Seebrücke ist wieder da“. Banner, Schirme und Schilder mit Aufschriften wie „Evakuieren statt ignorieren“, „Menschenrechte sind unverhandelbar“ und „Wir haben Platz!“ waren zu sehen. Etwa 60 Polizisten begleiteten den Demonstrationszug. Alles verlief friedlich. Es gab eine Kundgebung zu Beginn der Demonstration und eine weitere Kundgebung am Ende auf dem Platz gegenüber dem Hotel Isabel, in dem die Innenminister und Innenministerinnen tagten.

„Die Menschen im Mittelmeer dürfen nicht mehr ertrinken“, forderte Michaela Rüsse von der Seebrücke Freiburg. Sie setzte sich für die Seenotrettung ein und für eine Evakuierung der Lager auf der griechischen Insel Lesbos. Auch dürften geflüchtete Menschen nicht in Krisengebiete abgeschoben werden. Zivile Seenotrettung, sichere Fluchtwege und die dauerhafte Integration geflüchteter Menschen in Deutschland statt Abschottung und Abschiebung, das waren die Forderungen der Seebrücke. Es ist unerträglich und unmenschlich, Tausende von Menschen auf dem offenen Meer ertrinken zu lassen. Zudem gibt es mehr als 250 Städte und Kommunen in Deutschland, die als Sicherer Hafen zur Verfügung stünden und die bereit wären Flüchtlinge aufzunehmen, was aber von den Innenministerien der Bundesländer bis heute blockiert wird.

Trauriger Abschluss der Protestaktion war die Übergabe einer 25 Meter langen Liste mit den Namen von mehr als 12.000 Flüchtlingen, die nicht gerettet wurden und die im Mittelmeer ertrunken sind.

Hallo, ich schicke noch einige Berichte und Fotos von den Aktivitäten der Frankfurter Omas, die noch nicht auf der Deutschlandseite sind. Als erstes kommt die Demo nach Rust. Ich hoffe, alles kommt gut an. Ich werde mehrere Mails schicken, da ich über mein Mail-Programm nicht so viele Fotos auf einmal schicken kann. LG Angelika Steinschulte, Omas gegen Rechts Frankfurt am Main