OMA Franziska von den OMASGEGENRECHTS.Berlin ruft dazu auf:

Kommt nach 4.9. nach Berlin zur Unteilbar,

Für eine solidarische und gerechte Gesellschaft, für Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und konsequentes Handeln gegen die Klimakrise.

Sie wird dort sein, um für die Erhaltung unserer Demokratie einzutreten.

Hört und seht was sie zu sagen hat:

Der Text ihres Appells:

Ich stehe heute hier, um für die Erhaltung unserer Demokratie einzutreten.

Eine Demokratie, die ich nicht in Gefahr sehe durch Hygienemaßnahmen der Regierung, die dem Gesundheitsschutz dienen. Eine Demokratie, die angegriffen wird durch Menschen, die ausgrenzen wollen, die egoistische Interessen verfolgen zum Schaden der Gemeinschaft.

Meine Generation ist maßgeblich verantwortlich für den drohenden Klimawandel. Ich kann mich nicht freisprechen von Schuld. Schon vor 30 Jahren wurde vor dem gewarnt, was erst jetzt durch Bewegungen wie Fridays for Future ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangt ist.

Meine Generation hatte, nein, ich hatte die Möglichkeit, mich zu informieren, damals schon die Politik zum Handeln zu zwingen.

Ich war bequem und habe mein Gewissen beruhigt mit dem Kauf von Mehrwegflaschen und Recyclingpapier.

Das war unsolidarisch gegenüber Euch, die Ihr nach mir geboren seid. Dass ich heute hier stehe ist das Mindeste, was ich für meine Kinder, für meine Enkelkinder Liv und Fehmi, meine Großneffen Arslan und Altay aus meiner wunderbaren Multikulti Patchworkfamilie und für alle Kinder und folgende Generationen tun kann, um den Planeten und seine empfindlichen Ökosysteme zu erhalten.

Aktuell betteln die politischen Parteien um Stimmen. Viele Wahlplakate zeigen nur Weiße und bilden die traditionelle Vater-Mutter-Kind-Variante ab. Das ist, was ich als ausgrenzen empfinde.

“Politik, die Wirtschaft machen lässt“ heißt es bei einer Partei. „Alles auf Wachstum. Außer Verbote“

Wirtschaftswachstum ungebremst schadet dem Klima. Nur eine Politik der Suffizienz, der Erkenntnis, dass wir hier in Europa, wir im globalen Norden bei gerechter Verteilung bereits jetzt genug von allem zur Verfügung haben, kann den Klimawandel kurzfristig effizient aufhalten.

Nicht Wachstum und „gut dastehen“ im Vergleich mit anderen Nationen soll im Vordergrund stehen, nicht Konkurrenz und Wettbewerbsdenken, sondern ein Miteinander statt eines gegen einander.

Von den blauen Wahlplakaten schreit es (und das macht mich fertig!):

„Den Afghanen helfen, aber in ihrer Heimat“ „Grenzen schützen ist normal“

Auch deutsche Politik, deutsche Waffen sind Teil der Fluchtursachen in Syrien, Irak, Mali, Afghanistan. Entwicklungshilfegelder dürfen nicht genutzt werden, um Flüchtende bereits in Afrika an der Weiterreise nach Europa zu hindern. Mir haben Geflüchtete Erlebnisse geschildert, die mir den Schlaf raubten.

„Du darfst das nicht so an Dich rankommen lassen“ hat man mir geraten. Doch! Ich muss es an mich rankommen lassen. Wir alle müssen das!

Nur dadurch sind Mahshid und Ali heute keine „Flüchtlinge“ mehr, sondern meine Freunde.

Unerträglich auch dieser Slogan: „Deutschland, aber normal“

Normal finden die: Steuergeschenke an die reichsten 10% der Bevölkerung. Normal finden sie Antifeminismus, tätliche Angriffe auf Journalisten, Verbünden mit Reichsbürgern und anderen Rechtsextremisten, normal sei, Migranten als kriminelle Messerstecher und Vergewaltiger zu beschimpfen und alle Klimaschutzmaßnahmen abzulehnen.

Ich appelliere an Euch: geht am 4. September zur Unteilbar-Demo! Geht wählen! Nutzt Eure demokratischen Rechte!

Und:

Ich versichere der neuen Bundesregierung:

Sie werden uns wieder und wieder und wieder auf Straßen, Plätzen und Bühnen finden, um das Einhalten vernünftiger Wahlversprechen zu fordern und um unsere hier und heute formulierten Ziele nicht vergessen zu machen!

Die Würde ist kein Konjunktiv. Die Würde des Menschen ist unantastbar versichert unsere Verfassung. Ich fordere das Versprechen ein, dass die Würde des Menschen unantastbar ist, egal wo jemand herkommt, egal, welche Hautfarbe jemand hat, egal, ob es ein er, ein es, eine sie oder irgendwas dazwischen ist, egal, ob jemand auf der Straße lebt, egal, was es kostet. Mir wird kalt in diesem Land, wenn von „Umvolkung“, „Volksverrätern“ und „links-grün-versifften Gutmenschen“ die Rede ist.

Ich stehe hier als Oma gegen Rechts, weil ich nicht anders kann, um zu zeigen, dass man nicht den guten Moment abwarten muss sich zu engagieren, dass man nie zu alt oder zu jung ist oder zu wenig Zeit hat. Und hinter mir stehen Omas aus ganz Deutschland.

Ihr alle seid meine Vorbilder und mahnt mich: schwing deinen Hintern aus dem Sessel und mach was!

Ich danke Euch allen für Euer Engagement.

WIR SIND MEHR !!!

OMA Franziska, OMASGEGENRECHTS.Berlin

Was auf der #Unteilbar los war seht ihr hier:

https://www.youtube.com/watch?v=XABhsEHYJ_M&t=46s