OMAS GEGEN RECHTS Wiesbaden rufen zu Respekt und Toleranz auf

Richtigstellung zum Bericht im Wiesbadener Kurier:
Es war eine gelungene Aktion der Omas, am vergangenen Samstag. Unter dem Motto „#WIRSINDMEHR! Wir setzen ein Zeichen für Respekt, Toleranz, Solidarität und unsere Demokratie“ wurde sich auch klar gegen Coronoleugner*innen ausgesprochen. Nur leider hat die Autorin des Wiesbadener Kuriers die Message von Sascha Schmidt offenbar falsch verstanden. Darin ist zu lesen: „Schmidt warnte davor Impfgegner und ihre Versammlungen allesamt zu verdammen“. Das ist falsch. Sascha Schmidt hat klar und deutlich diese Bewegung kritisiert und sich von ihr distanziert. Hier der entsprechende Teil seiner Rede dazu: „Doch während Sozialverbände, Politiker*innen, Gewerkschaften uvm. daran arbeiten, die sozialen Folgen der Pandemie möglichst gering zu halten, tritt seit fast zwei Jahren eine sehr heterogene Bewegung auf den Straßen auf, die viele von uns sprachlos werden ließ. Eine Bewegung, die sich für all diese Fragen nicht interessiert, sondern primär die individuelle Freiheit im Sinn hat, ohne Verantwortung für andere – geschweige denn gesellschaftliche Fragen zu übernehmen. Stattdessen ließ diese Bewegung – die sich mal „Hygiene-Demos“, dann „Querdenker“ und seit Ende letzten Jahres „Spaziergänger*innen“ nennt – viele von uns daran zweifeln, dass man in derselben Welt lebt. Es offenbarte sich eine Mischung aus Realitätsverweigerung, Wissenschaftsfeindlichkeit, tiefstes Misstrauen bis zu Hass und körperlichen Angriffen auf Medienvertreter*innen, Beamte und politisch Verantwortliche. Den Bemühungen vieler Menschen, die weltweit zu beobachtenden Verwerfungen und Tragödien der Pandemie in den Griff zu bekommen, stellten sie krudeste Verschwörungserzählungen, die oft mit Antisemitismus einhergehen sowie die Relativierung der Verbrechen der Nazis und deren Terrorregime durch absurdeste Vergleiche entgegen. Und trotz der häufig vorgenommenen Behauptung, man wolle einen neuen Faschismus verhindern, akzeptiert diese Bewegung, dass Neonazis auf ihren Versammlungen mitlaufen. Gegen all diese Erscheinungsformen haben sich viele von uns in Wiesbaden, sei es im Rahmen von Protestkundgebungen auf der Straße und jüngst auch mit der „Wiesbadener Erklärung“ klar positioniert.“ Es folgt jener Teil, an dem Schmidt – wie im Kurier sehr verkürzt aber richtig dargelegt – die Bewegung beschreibt und vor dem Hintergrund der dort zu Tage tretendend – und gesellschaftlich weit verbreiteten – Verschwörungserzählungen mehr politische Bildung fordert.