Gertrud Graf, Berlin:
Am heutigen Samstag demonstrierten viele Menschen in Berlin für ihr Recht auf sexuelle und körperliche Selbstbestimmung. Wir, die ‚alten Feministinnen‘ der OMAS GEGEN RECHTS waren dabei, um gemeinsam die Streichung des Paragraphen 218 aus dem Strafgesetzbuch zu fordern, der einen Schwangerschaftsabbruch unter Strafe stellt und somit ungewollt Schwangere und Ärzt*innen kriminalisiert.  
https://www.youtube.com/watch?v=tXorzveUu64

oder https://youtu.be/tXorzveUu64
Der Aktionstag wurde zum elften Mal vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung organisiert. Es sprach unter anderen Dr. Jana Maeffert, Gynäkologin und Vorstandsmitglied von Doctors for Choice Germany.  
Schwerpunkt des Aktionstages war die medizinische Versorgungslage in der Ukraine. „Frauen und Mädchen sind im Krieg häufig Opfer von sexualisierter Gewalt und gerade ihnen wird eine gesundheitliche Versorgung erschwert. Circa 71.000 Ukrainer*innen sind nach Berlin geflohen, viele von ihnen benötigen eine unbürokratische medizinische Versorgung. Dazu gehören auch Schwangerschaftsabbrüche”, betont Juristin und Gesundheitswissenschaftlerin Sybill Schulz, Mitinitiatorin des Bündnisses und Sprecherin des Netzwerkes Frauengesundheit.  
Die diesjährige Frauenpreisträgerin von Berlin und Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtsmedizin im Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum Prof. Dr. Mandy Mangler wies auf die Bedeutung der Entkriminalisierung hin und sagte:  „Als Frau und Ärztin finde ich es wichtig, dass Gesetze reproduktive Entscheidungsfreiheit ermöglichen. Paragraph 218 kriminalisiert Frauen und Mediziner*innen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden. Das ist eine untragbare Situation.”

#FeministischeForderungen: Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht! Schwangerschaftsabbruch ist unser Recht, unsere Entscheidung – hier und weltweit!
#FeministischeForderungen: Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht! Schwangerschaftsabbruch ist unser Recht, unsere Entscheidung – hier und weltweit!
Fotos: OMA Lotte und Gertrud Graf   Clip: Gertrud Graf