Mir fehlt Gertrud Graf jetzt schon, obwohl sie sich erst unlängst aus der Gruppe OMAS GEGEN RECHTS in Deutschland verabschiedet hat.

Mir fehlen die morgendlichen Telefonate, welche fast nur aus Reflexionen über geplante und erfolgte Aktionen bestanden, Reflexionen, welche sehr wichtig waren und uns zum Weitermachen motivierten.

Gertrud war eine der ersten OGR, welche durch die Republik reiste und beim Aufbau der Gruppen half oder Gruppen sogar initiierte.

Unvergessen bleibt für mich der Besuch in Nagold, von wo aus es direkt ins Wohnzimmer einer Oma in Karlsruhe ging, in welchem schon fast 30 Personen auf uns warteten, Darunter befanden sich Frauen und Männer quer durch die Parteienlandschaften. Was uns verwunderte, war auch die Tatsache, dass dort Gemeinderätinnen anwesend waren. Diese Tatsache machte uns bewusst, dass wir zwar überparteilich aber sehr wohl politisch sind.

Dank Gertruds Überzeugungskraft waren alle dafür, unsere Sache aktiv zu unterstützen und als OMAS GEGEN RECHTS in Deutschland aufzutreten.

Mir werden auch Gertruds aussagekräftigen Filme fehlen, denn sie besitzt die Gabe, sehr prägnant kleine Kunstwerke zu erschaffen, welche überall im Netz aufgerufen werden können.

Was aber das Wichtigste ist: Gertrud fehlt mir als Freundin, deshalb hoffe ich sehr, dass sie nach einer Auszeit wieder zu uns zurückfindet, denn sie ist und bleibt eine OMA GEGEN RECHTS.