Darmstädter Oma Gruppe mit Schwung zur Europawahl

Mit viel Schwung sind die „Omas gegen Rechts“ nun auch in Darmstadt gestartet. Am 23. April hat die Regionalgruppe sich gegründet – mit zunächst 15 Frauen. Mit sechs Teilnehmerinnen hatten zwei der Organisatorinnen, Ulrike Klimm und Hedi Germer, zunächst gerechnet.

Dass die neue Gruppe den Nerv der Zeit trifft, das zeigte sich dann bei der ersten Aktion: Auf den Infostand der „Omas gegen Rechts Darmstadt“ bei der Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) auf dem Marktplatz gab es einen richtigen Ansturm. 60 Frauen und Männer wollten da schon informiert werden, welche weiteren Aktionen geplant sind und viele auch mitmachen und nun auch in Darmstadt Gesicht zeigen gegen den Rechtsruck in Deutschland. Die nächste Aktion gab es schon zum „Tag der Befreiung“ am 8. Mai. Da hatte wiederum der DGB die neue Gruppe eingeladen, bei der Kundgebung unter dem Motto „Für Demokratie und Menschenrechte – Zivilgesellschaft gegen Rechts“ eine Rede zu halten und sich vorzustellen. Zwei der Darmstädter Omas forderten auf, sich jetzt zu engagieren und nicht passiv wie unsere Eltern in eine Diktatur hineinzurutschen. Die Devise: Jetzt einstehen für eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder und Enkel! Weitere Aktionen sind etwa in den Quartieren Darmstadts geplant, in denen die AfD bei den letzten Wahlen besonders gute Ergebnisse erzielt hatte. „Es geht darum, den Menschen deutlich zu machen, dass auch, wenn sie die AfD wählen, sie gegen ihre Interessen wählen“, sagt eine der Darmstädter Omas. Denn selbst wenn sie nur mit der Regierung unzufrieden seien, würden sie mit einem Kreuzchen bei der AfD Nazis mitwählen.

Die Europawahl steht deshalb zunächst im Fokus der Aktionen. Aber auch zum 75. Geburtstag des Grundgesetzes wollen die Frauen noch eine Aktion auf die Beine stellen. Denn die Verfassung Deutschlands müsse unbedingt vor einer Aushöhlung durch Rechtspopulisten und Rechtsextreme geschützt werden. Am 21. Mai laden die „Omas gegen Rechts Darmstadt“ zu einer Infoveranstaltung ein. Wer Interesse hat: Infos gibt es unter post@omasgegenrechts-darmstadt.de