Zur Feier von „77 Jahre Grundgesetz“ waren die Omas gegen Rechts Heilbronn als „Mütter des Grundgesetzes“ unterwegs. Auf dem Kiliansplatz informierten sie am 6. Juni über die vier Frauen Elisabeth Selbert, Frieda Nadig (beide SPD), Helene Wessel (Zentrum) und Helene Weber (CDU), die im Parlamentarischen Rat 1948/49 bei der Ausarbeitung des Grundgesetzes mitwirkten. Am 23. Mai 1949 wurde schließlich das Grundgesetz verkündet.
Vier Omas gegen Rechts präsentierten sich in Kostümen der 1940-Jahre als Elisabeth, Frieda und die beiden Helenen und kamen so mit Passant*innen ins Gespräch. Viele interessierten sich für die Geschichte der vier Frauen, die sich als treibende Kraft dafür einsetzten, dass der Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ ins Grundgesetz aufgenommen wurde.
Die Veranstaltung stand im Zusammenhang mit dem „Ehrentag“ zum Geburtstag des Grundgesetzes, zu dem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier aufgerufen hatte. Diskutiert wurde am Stand rege über Themen wie Auslegung des Grundgesetzes, Verfassungspatriotismus und Extremismus. Trotz unterschiedlicher politischer Auffassungen waren sich alle einig: Das Grundgesetz ist Garant für unsere Demokratie! Fazit der Omas: Dialog und Austausch mitten in Heilbronn, das ist wichtig für unsere demokratische Stadtkultur!
*Foto: Die „vier Mütter des Grundgesetzes“ mit Josip Juratovic (MdB 2005-25) vor dem Stand der Omas gegen Rechts auf dem Kiliansplatz. Foto: privat

