OGR Bodensee protestieren gegen AfD Stammtisch

Die „Omas Gegen Rechts Bodensee“ und ihr Protest gegen den AfD-Stammtisch in einem kleinen Allgäu-Dorf

Wir Omas Gegen Rechts Bodensee decken geographisch ein großes, in weiten Teilen ländlich geprägtes Gebiet ab. Wir ziehen uns an der gesamten deutschen Seite des Sees entlang (ab Überlingen, Konstanz hat eine eigene Gruppe), über Lindau, bis hinein ins Allgäu.

Das bedeutet auch, dass wir sowohl in Baden-Württemberg, als auch in Bayern aktiv sind. – Wir haben es deshalb mit Alice Weidel zu tun, die ihren Wahlkreis mit ihrem angeblichen Wohnort Überlingen verbindet und mit Rainer Rothfuß, Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Lindau-Westallgäu und ein erklärter Russland-Freund und durchaus geschickter Demagoge.

Der AfD-Kreisverband Lindau-Westallgäu traf sich eine Weile regelmäßig in einer heruntergekommenen Pizzeria in Oberstaufen. Wie so oft in den Reihen der AfD kam es zu Streit mit dem Gastwirt und man suchte nach einer neuen Heimat für den monatlich stattfindenden „Stammtisch“ der AfD.

Im kleinen Dorf Itzlings, ein Teilort von Hergatz, nicht weit von Lindau, wurden sie schließlich fündig. Hier gibt es das stillgelegte Gasthaus Stiefenhofer. Alois Stiefenhofer Junior, der sich nach der Schließung eigentlich auf die Landwirtschaft konzentriert hatte, war offen für die Positionen der AfD und auch bereit, seine Räume zur Verfügung zu stellen.

Seit Januar 2025 bleibt das allerdings nicht mehr unter dem Radar der Öffentlichkeit. Seither demonstriert hier regelmäßig das Bündnis „Hergatz bleibt bunt“, der Offene antifaschistische Treff Westallgäu und immer dabei sind wir Omas Gegen Rechts Bodensee.

Es gab inzwischen eine Petition an den Bürgermeister Raab, die vor dem Rathaus übergeben wurde. Und jeden Monat, ob Sommer oder Winter treffen wir uns zur Demo, bringen Redebeiträge mit, tauschen uns aus, zeigen deutlich und klar, dass wir mit dem Treffen der AfD nicht einverstanden sind.

Die Motivation für diesen Protest holen wir auch immer wieder neu aus dem Umstand, dass sich hier die Generationen treffen und sich der menschenfeindlichen AfD in den Weg stellen. So schrieb Rafaela von Bredow in ihrem Bericht für das Sonderheft Geschichte (Ausgabe 1, 2026):

„Wer sich heute unter die Protestler in Itzlings mischt, lernt viel über den „Nie-wieder“-Widerstand im ländlichen Raum, über die Abwehr gegen den Aufstieg der extremen Rechten in Zeiten einer bröckelnden Brandmauer, über Mut und Ausdauer, Witz und Entschlossenheit. Und vielleicht passiert hier im Kleinen etwas ziemlich Großes.“

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