OGR Rosenheim setzen Zeichen gegen Rassismus

Alltagsrassismus aus Sicht einer schwarzen Deutschen OMAS GEGEN RECHTS setzen ein Zeichen gegen Rassismus

Das Wetter machte mit und viele Passant:innen und Gastronomie-Besucher:innen schauten neugierig zu, als am Freitagnachmittag rund 20 Frauen der OMAS GEGEN RECHTS Rosenheim mitten auf dem Max-Josefs-Platz gemeinsam tanzten. Mit ihrem Tanz-Flashmob zum Rap „1000 Farben“ erzeugten die OMAS viel Aufmerksamkeit für die zentralen Botschaften des Songs: Vielfalt, Respekt und Antirassismus. Eine engagierte Schülergruppe aus der Ansbacher Realschule ohne Rassismus hatte im letzten Jahr den Song und ein oft geklicktes Youtube-Video kreiert.

Anschließend beschrieb Diana B., eine schwarze Deutsche, in ihrer Rede eindrücklich, wie sie in einem Vorstellungsgespräch mit Alltagsrassismus in Deutschland konfrontiert war. Die Sozialpädagogin appellierte an die Zuhörenden, im Umgang miteinander sensibler zu werden. Alle Bürger:innen sollten sich klar machen, dass weder Hautfarbe noch religiöse Symbole – wie ein Kopftuch – in einer Einwanderungsgesellschaft wie Deutschland ausreichen, um zu erkennen, ob jemand deutsch ist oder nicht. Dianas persönliche Geschichte machte deutlich, was die aktuelle repräsentative Studie des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) aufzeigt.

Mehr als jeder zweite betroffene Mensch erlebt mindestens einmal im Monat Diskriminierung. Besonders oft treffen diese Erfahrungen muslimische Frauen und schwarze Frauen und Männer. Das bedeutet für sie: angestarrt und nicht ernst genommen zu werden, immer wieder mit unbegründeter Angst konfrontiert zu sein und auch besonders kritisch von Behörden beobachtet und behandelt zu werden. Der aktuelle Bericht des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors beschreibt außerdem die dramatischen Folgen: Menschen, die regelmäßig Diskriminierung erleben, leiden dreimal häufiger unter psychischem Stress, entwickeln häufiger Angststörungen und verlieren das Vertrauen in unser gesellschaftliches Miteinander.

Claudia Lübbert von OMAS GEGEN RECHTS Rosenheim erinnerte daran, dass alle etwas gegen Rassismus tun können: „Lasst uns betroffenen Menschen zuhören und ihnen Glauben schenken mit ihren bedrückenden Erfahrungen, wir wollen sie ernst nehmen und mit ihnen solidarisch sein, wir können Rassismus und vor allem Alltagsrassismus erkennen und benennen und auch unsere eigenen Privilegien reflektieren und natürlich immer wieder Vorurteilen aktiv widersprechen.“

Die aktuelle repräsentativen Studie des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) Link zur Studie: https://www.rassismusmonitor.de/publikationen/monitoring-rassismus-und-diskriminierung-in-deutschland/

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