Das Wetter wollte nicht so recht – doch trotz strömenden Regens kamen auf dem Stuttgarter Schlossplatz gut 5000 Teilnehmende zusammen. Ihr Anliegen: die Politik soll sich für ein Prüfverfahren rechtsextremer Parteien beim Bundesverfassungsgericht einsetzen.
Drei Organe können in Deutschland ein Parteiverbotsverfahren anstoßen: Bundesrat, Bundestag und die Bundesregierung. Deshalb richten die Prüf-Demos an die Bundesländer. Nach Angaben der Initiative „PRÜF“ haben Bremen, Schleswig-Holstein und Berlin ihre Unterstützung angekündigt.
Unter den Demonstrantinnen und Demonstranten in Stuttgart waren auch viele Omas gegen Rechts. Ihre weißen Omas-Schirme und Omas-Westen waren in dem bunten Miteinander gut auszumachen. Auch aus Tübingen waren einige Omas gekommen. Sie beschrieben die Stimmung aller als positiv und friedlich.
Organisiert wurde die erste PRÜF-Demo in der Baden-württembergischen Landeshauptstadt – wie alle anderen Demos auch – von einem breiten Bündnis aus Kleinkunst- und Theaterschaffenden und dem Netzwerk gegen Rechts.
Die Demo war der Auftakt für weitere Veranstaltungen, im April geht’s mit PRÜF weiter.



